November 2020

Dies ist eine mehrmals stattfindende Veranstaltung

09Nov20:0022:002. SinfoniekonzertKonzerthaus FreiburgKulturtipp:Klassische Musik & Oper in Freiburg

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Veranstaltungsdetails

Béla Bartók


Béla Bartók hielt sich im Sommer 1939 in den Schweizer Bergen auf. Er war Gast des Basler Dirigenten und Musikmäzens Paus Sacher, der bei dem Komponisten ein Stück für sein Kammerorchester bestellt hatte. „Irgendwie fühle ich mich wie ein Musiker vergangener Zeiten, der von seinem Mäzen zu Gast geladen ist“, schrieb Barók an seinen Sohn. Ob er auch deshalb die „alte“ Form eines Divertimentos für sein neues Stück gewählt hatte? Es ging Bartók leicht von der Hand. Er schrieb es in nur zwei Wochen und ist geprägt vom volkstümlichen Kolorit der Musik aus Bartóks Heimat. Ein ruppiger Volkstanz, ein elegant stilisierter Wiener Walzer, eine ungarische Musikkapelle und ein Klagelied vermeint man da zu hören.Der Komponist und Kontrabassist Georg Breinschmid ist musikalischer Grenzgänger. 1973 in Wien geboren, studierte er zunächst klassischen Kontrabass und war unter anderem Mitglied der Wiener Philharmoniker, bis er sich entschied, der Orchesterlaufbahn den Rücken zu kehren. Er widmete sich dem Jazz, trat als international gefragter Bassist auf, wirkte als Bandleader und Komponist. Dem Kontrabass-Solisten des Abends schrieb er sein virtuoses und witziges Kontrabasskonzert auf den Leib, bzw. ins Instrument. Im Januar 1878 hörte Antonín Dvoráks in Wien ein Konzert mit Mozarts GRAN PARTITA Sie begeisterte ihn so, dass er, zurück in Prag, sofort mit der Komposition einer eigenen Serenade begann. Die übersprudelnde Begeisterung des 37jährigen führte dazu, dass er das Werk innerhalb von zwei Wochen fertigstellte. Ihr historisierender Ton erinnert an vergangene Zeiten, die Anklänge an Volksmusik verortet sie jedoch nicht in Wien, sondern in Böhmen: Augenzwinkernde Marschanklänge, anmutige Tanzmusik aus den Salons oder für temperamentvolle, ländliche Tanzveranstaltungen, Polka, aber auch Höfisches sind da zu hören. „Ich denke, es müsste eine Lust für die Bläser sein!“, schrieb Dvoráks Freund und Förderer Johannes Brahms über dieses Stück.
Solist: Dominik Wagner (Kontrabass) Dirigent: Domonkos Héja

Quelle: Veranstalter

Zeit

(Montag) 20:00 - 22:00

Ort

Konzerthaus Freiburg

Konrad-Adenauer-Platz 1, 79098 Freiburg

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