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Unsere Azubi Antonia Daniels erzählt

Sieben Monate Zwangspause waren nicht nur für die fest im Hotel angestellten eine Herausforderung – unsere Chefin und die für die Ausbildung zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich auch einiges einfallen lassen, um die Auszubildenden während dieser Zeit zu betreuen. Wir fragen eine unserer Auszubildenden, wie es so war – und wie es sich angefühlt hat, wieder anfangen zu dürfen.

Hallo Antonia, wie hast Du die fast sieben Monate der Schließung erlebt?

Es war zwar an sich schon eine ziemlich lange Zeit, aber dadurch, dass wir anders, als im 1. Lockdown schon auch Aufgaben im Betrieb hatten (sei es putzen, Rezeptionsdienst oder einfach nur schriftliche Aufgaben vor Ort zu bearbeiten) ging die Zeit dann doch irgendwie rum. Zwischendurch hatten wir vom B- und C- Block auch Schule und der B-Block auch Prüfung, von daher hatten wir über die 7 Monate mal mehr mal weniger schon auch zu tun.

Was hat Dir in dieser Zeit am Meisten gefehlt?
Der Alltag und die Gäste. Erst wenn man eine längere Zeit nicht arbeitet, merkt man wie sehr eine feste Arbeit auch den Alltag ausmacht, klar ist es schön frei zu haben aber so auf Dauer einfach in den Tag reinzuleben ohne Termine bzw. feste Zeiten zu haben wann man wo sein muss, ist auf Dauer auch nicht mehr so spaßig, man nimmt sich zwar Dinge vor, aber weil man ja eh kein Stress hat macht man es dann doch nicht und lässt Tag für Tag vergehen ohne ihn wirklich produktiv genutzt zu haben (so erging es mir zumindest).

Wie beurteilst Du, was während des Lockdowns für die Azubis im Oberkirch geboten wurde?

Ich fands auf jeden Fall sehr cool, dass überhaupt was gemacht wurde. Im Gespräch mit Schulkameraden gab es wenige die tatsächlich normal weiter gearbeitet haben, aber auch viele, die überhaupt nichts gemacht haben das letzte halbe Jahr, also so gar nichts.
Wir waren zwar auch nur 3 Tage die Woche im Betrieb, aber haben dann für zu Hause auch noch Aufgaben bekommen, es wurde sich jedenfalls aktiv drum gekümmert, dass die Azubis nicht bloß zu Hause rumhängen und sich langweilen. Es wurden sogar Praktika für uns organisiert, was denk ich auch nicht selbstverständlich ist. Überhaupt stell ich es mir nicht so einfach vor, wenn man eine Gruppe von Azubis über mehrere Monate hinweg beschäftigen muss und immer gucken muss, dass man Aufgaben findet. Von dem her find ich schon, dass das Oberkirch es ganz erfolgreich geschafft hat die Lockdown Zeit für sich und für die Azubis sinnvoll zu nutzen!

Wie hast Du Dich am ersten Öffnungstag gefühlt?

Den Donnerstag war ich zwar da, aber war auf Etage und hab daher nicht so viel von der Eröffnung mitbekommen und ab Freitag habe ich spontan 1 Woche Urlaub bekommen

Wie war das Gefühl beim ersten Gästekontakt nach so langer Zeit?

Dadurch, dass ich auf Etage war kann man nicht so wirklich von Gästekontakt sprechen. Den einzigen Kontakt, den ich hatte war, als ich Donnerstag nach Feierabend grad aus der Umkleide raus kam und ein Gast Schwierigkeiten mit den Türen hatte und nicht geschafft hat das Zimmer von außen wieder abzuschließen, habe ihr dann geholfen und sie hat sich gefreut, dass zufällig jemand da war. Das war dann auch mein einziger Gästekontakt. Und doch habe ich da gemerkt, dass mir unsere Gäste gefehlt haben, es war schön, endlich wieder Service bieten zu können.

Auf was freust Du dich im Hinblick auf die kommenden Monate am Meisten?
Auf die Routine, wenn es dann wieder anfängt, dass es halbwegs normal alles läuft, dass mehr als bloß 5 Leute im Betrieb sind (sowohl Gäste als auch Mitarbeiter). Wieder regelmäßig Service bieten zu können.

Was würdest Du einem Freiburg-Urlauber oder einer Freiburg-Urlauberin empfehlen – was muss er oder sie unbedingt gesehen/erlebt haben?

Gesehen: Die Freiburger Innenstadt/ Allstadt vor allem die ganzen Seitengassen (z.B die Konviktstraße), das Münster von innen & den Münsterplatz, der Seepark, Schlossberg.
Erlebt: das Weinfest